Auf dem Lasörling Höhenweg - ein Tag von Hütte zu Hütte

Lasörling Höhenweg

Auf dem Lasörling Höhenweg zur Lasörlinghütte

Toureninfo
Lange, aber lohnende Ganztagestour.
Zeiten: Wetterkreuzhütte – Zupalseehütte 2h; Zupalsee­hüt­te – Lasörlinghütte 3h; Talabstieg 1¾h.
Schwierigkeiten: Keine Angststellen vor­handen. Die letzte Stunde vor der Lasör­ling­hütte erfordert ein etwas höheres Maß an Trittsicherheit, ohne dass der Weg wirklich kritisch würde. Wetterlage be­rück­sichtigen: im Sommer fallen über den La­sör­­ling­haupt­kamm gern sehr kurzfristig Gewitter herein!
Stationen
Varianten
Abkürzungen (auch bei Wettersturz):
1. Von der Zupalseehütte am Zupalbach ent­lang bis ins Steinkaastal und von dort hinab ins Vir­gental: etwa 1¾h ab Hütte.
2. Vor dem Aufstieg zur Merschenhöhe rechts hinab zur Merschenalm (einfache Almprodukte) und von dort aus durch das Steinkaastal ins Vir­gental: etwa 1¾h ab Merschenalm.
Gipfel: mit guter Kondition kann am Beginn der Tour das Symbol GipfeltourLegerle als kleiner Gipfel mitgenommen werden.
Hüttentaxi
Das Virgental-Taxi – Hüttentaxi zum Wet­ter­kreuz: Tel. +43(0)4874 5227.
Tipp: Man kann das Auto auf dem Parkplatz «Lasör­linghütte» (Virgen, Ortsteil Wel­ze­lach/Rain) abstellen und sich dort vom Hüt­ten­taxi abholen lassen, dann kommt man abends direkt am Auto wieder an!
 

Von Virgen aus lassen wir uns früh am Morgen mit dem Hüttentaxi zur Wetterkreuzhütte fahren, das spart uns zwei Stunden, die wir besser für die Wanderung auf der Höhe als für einen wenig interessanten Aufstieg investieren.

Die ersten Schritte fallen etwas schwer: nach der Taxifahrt sind die Muskeln noch nicht warm, und so finden viele den kurzen Aufstieg auf die Heller Höhe ziemlich anstrengend. Aber kurz bevor der Schweiß wirklich ausbrechen kann, verliert sich die Steigung, und auf dem nun gut ausgebauten und einfachen Weg können wir in insgesamt knapp 2 Stunden fast gemütlich zur Zupalseehütte spa­zieren. Wer sich sehr früh am Morgen auf den Weg gemacht hat, wird hier vielleicht die Ge­le­genheit zu einem Frühstück wahrnehmen. Eine kleine Rast lohnt sich allein schon wegen des beeindruckenden Panoramas der ge­gen­über ste­henden Venedigergruppe, das uns aber auch noch die nächsten Stunden begleiten wird.

Ungefähr drei Stunden benötigen wir jetzt für den Weiterweg zur Lasörlinghütte.

Noch einmal türmt sich ein kleiner Bergrücken vor uns auf: die Merschenhöhe. Dort genießen wir auf einer Aussichtsbank zum letzten Mal das ge­wal­tige Panorama, denn jetzt geht es fast nur noch bergab. Der Steig führt zunächst deutlich fallend in ein breit gespanntes Hochtal und dann etwas weniger anstrengend an der Bergflanke entlang. Wir treten auf eine felsige Kante und erblicken plötzlich gegenüber den etwas tiefer stehenden, markanten Bau der Lasörlinghütte. Wir erreichen sie in einem weiten Bogen über einen holprigen Steig und schnaufen etwas, als wir zum Schluss wieder ein paar Meter zur Hütte aufsteigen müssen.

Nach einer ausgiebigen Rast, die wir uns nun redlich verdient haben, steigen wir etwas mühsam eine Viertelstunde über einen felsigen Alpen­ro­senhang bis zur Station der Materialseilbahn ab und schlendern dann gemütlich aber etwas lang­atmig auf dem Fahrweg durch das Mullitztal nach Virgen hinunter.