Hinterbichl
Hinterbichl
Berg-
touren
I ♥ HIBI aktualisiert: 19.05.10
Eine verschärfte Durchquerung
Eine Überschreitung der Lasörlinggruppe
Die Durchquerung der Lasörlinggruppe juckt jeden ausdauernden Berggeher. In Erweiterung zur normalen, «kurzen» Route schildere ich hier eine begeisternde Variante, die allerdings ein bisschen Ehrgeiz und Masochismus verlangt! Eine Tour mit Biss!
Toureninfo
Sehr stramme Tagestour
für wirklich ausdauernde Berggeher! Die beiden aufgeführten Abkürzungsvarianten
entschärfen sie, die Tour bleibt aber lang! Gesamtgehzeit: 8-9 h.
Höhenmeter: St. Jakob - Neue Reichenberger Hütte: 1.200m Aufstieg;
Hütte - Michltalscharte: 200m Aufstieg, 280m Abstieg, 140m Aufstieg; Scharte -
Lasnitzenhütte: 760m Abstieg; Lasnitzenhütte - Tal: 550m Abstieg.
Keine besonderen Problemstellen, lediglich der Aufstieg zur
Michltalscharte erscheint manchem etwas schroff. Die Gösleswand ist ungefährlicher, als
sie aussieht, aber auf dem Gipfel ist Schwindelfreiheit sicherlich von Nutzen.
Ab der Neuen Reichenberger Hütte erfordert die beschriebene
Grundvariante je nach Jahreszeit und Wetterlage ein wenig Einfühlungsvermögen (z. B.
Umgehen von Schneefeldern) sowie die Fähigkeit, sich in «unfreundlichem» Gelände mit z.
T. steilen Tritten sicher fortbewegen zu können. Erfahrung ist auch für die Einschätzung
der eigenen Leistungsfähigkeit sowie der Wetterlage erforderlich. Es gibt zwei
Abkürzungsmöglichkeiten, die u. U. hilfreich sind!
Varianten
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Abkürzung 1: Von der N. Reichenberger Hütte
über die Bachlenke und das Großbachtal in etwas über 2h zur Pebell-Alm bzw. Islitzeralm.
Einfachster Weg durch die Lasörlinggruppe, der abgesehen von der notwendigen Ausdauer
keine besonderen Anforderungen mit sich bringt.
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Abkürzung 2: Von der N. Reichenberger Hütte
über die Rote Lenke hinab auf den Kleinbachboden wie in der Grundvariante beschrieben und
von dort durch das Kleinbachtal in ca. 1½h zu den beiden Jausenstationen. Der raue Weg
von der Roten Lenke hinab erfordert etwas Erfahrung in «unfreundlichem» Gelände.
Achtung: Im Kleinbachboden geht es zunächst ein wenig aufwärts, bevor
der Weg nach der Umgehung einer Steilstufe ins Tal hinabführt. Je nach Zustand der
aufgestellten Wegweiser ist dies nicht immer sofort ersichtlich!
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Anstrengend: Der Abstieg ins
Virgental kann durchaus auch über die Daberlenke erfolgen. Das scheint ein wenig kürzer
zu sein, ist aber ziemlich anstrengend und anspruchsvoll. Von der Reichenberger Hütte
müssen wir mit etwa 3½ - 4h bis zur Islitzer- bzw. Pebellalm rechnen. Details zu dieser
Tour:
Durch das Dabertal
Für diese recht stramme Tagestour muss man recht früh in St. Jakob im Defereggental sein! Entweder erwischt man in Hinterbichl bzw. Prägraten den ersten Bus oder man fährt selbst mit dem Auto, das man an einem Ruhetag wieder abholt. Selbstverständlich kann man das alles auch als Zweitagestour planen und am nächsten Tag eine Durchquerung zurück machen.
In St. Jakob ist der Weg zur Neuen Reichenberger Hütte gut ausgeschildert. Nach dem gemächlichen Einlaufen im am Morgen kühlen Tal des Trojerbaches haben wir bald die Alternative, den anfangs flacheren Weg über die Trojeralmen oder den relativ schnell nach oben führenden Weg über den Knappensteig zu nehmen. Vom Zeitbedarf her kaum ein Unterschied!
In beiden Fällen sollte binnen 3½, spätestens 4 Stunden die Neue Reichenberger Hütte erreicht sein. Wer wesentlich länger braucht, sollte eine der möglichen Abkürzungen in Erwägung ziehen!
Die Einhaltung dieses Zeitrahmens ermöglicht eine passable Rast auf der Hütte. Es lohnt sich, die wilde Hüttenumgebung mit dem farbenprächtigen Bödensee und der abschreckenden Felsnase der Gösleswand auf sich wirken zu lassen.
Zu dieser Wand brechen wir nach der Hüttenrast auf, falls wir uns nicht für den kürzesten Abstieg ins Virgental entschieden haben. In Richtung auf die etwa noch 200m höher gelegene Rote Lenke verliert die Gösleswand an Schrecken und kann relativ problemlos bezwungen werden. (Auf- und Abstieg ca. 1¼ Stunden ab Rote Lenke!)
Von der Roten Lenke führt der Weg in mitunter rauem Gelände (Schneefelder bis in den Sommer hinein, ggf. umgehen!) hinunter auf den Kleinbachboden - hier ergibt sich die zweite Abkürzungsmöglichkeit.
Der geplante Weg aber wendet sich steil und in mitunter unangenehm hohen Tritten hinauf zur wilden Michltalscharte, auf der man unbedingt noch einmal rasten muss. Soviel Zeit muss sein, um die gewaltigen Eindrücke auf sich wirken zu lassen.
Der Abstieg zur Lasnitzenhütte führt anfangs über unangenehm holperiges und ausgetretenes Gelände, hier ist wegen der allgegenwärten Stolpergefahr Sorgfalt angesagt. Danach erscheint einem der leichte Weg ins Virgental hinunter wie ein lässiger Nachmittagsspaziergang!