Hinterbichl
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Mein erster Versuch zur ZweiÂschartentour fiel buchÂstäbÂlich ins Wasser...
Lest hier den Bericht:
I ♥ HIBI aktualisiert: 04.08.11
Die Zweischartentour
Zopetscharte und Sajatscharte in einem Rutsch...
Die Zweischartentour bietet sich engagierten und ausdauernden Bergfreundinnen und Bergfreunden eigentlich an - aber sie wird gar nicht nicht so häufig gegangen, wirkt doch ein Blick auf die Karte eher abschreckend. Aber mit entsprechendem Biss und dem notwendigen Quäntchen Kondition ist dieser herzhafte Tagesmarsch sehr gut zu bewältigen und bietet Wandergenuss pur!
Bevor jetzt Jungspunde noch einen draufsetzen wollen: die Fahrt mit dem Zubringertaxi zur Johannishütte (und auch die Rückfahrt ins Tal!) sind keine Schande, man brächte sich um den Genuss, öfters einmal stehen bleiben zu können, und außerdem sollten Bergsteigen und BergÂwandern nicht zu purem Leistungssport verÂkommen, auspumpen kann man sich auch in der Muckibude...
Wer dennoch den
puristischen Fußmarsch beÂvorÂzugt: Für den Aufstieg zur Johannishütte ca. 2 Stunden und
800 Höhenmeter dazu rechnen, für den Abstieg ca. 1 Stunde veranschlagen!
Von der Johannishütte steigen wir in etwa 2½h auf die Zopetscharte und anschließend steil ins Timmeltal hinab bis zur Eisseehütte. Dieser Abschnitt ist in der Tour «Über die Zopetscharte» beschrieben.
Bei der Eisseehütte steigen wir dann ein paar Dutzend Meter ins Timmeltal ab und passen auf, dass wir bei der verwirrenden Anzahl von WegÂweisern nicht aus Versehen auf den Talabstieg nach Prägraten kommen sondern den nach rechts weg führenden Höhensteig zur Sajathütte unter die Stiefel nehmen. Nach der Querung des TimÂmelÂbaches in einer Mulde steigen wir wieder ein paar Meter hoch, danach führt der Weg ohne beÂdeuÂtenden Höhenunterschied, aber tendenziell fallend hoch über dem Timmeltal talauswärts bis zum so genannten Fenster, wo der Steig nach rechts ins Virgental abbiegt. Dieser Wegabschnitt ist bei der «Timmeltal Höhentour» ausführlich beschrieben.
Für Trittsichere ist dieser Weg ein echter «Hatscher»; man kann auf diesem Abschnitt sehr viel Zeit gut machen: ich selbst habe - als ich einmal gut drauf war - gerade 2 Stunden von der Eissee- zur Sajathütte gebraucht und auf dem letzten Stück auch noch getrödelt.
Toureninfo
Herzhafte Tagestour, die besonders im letzten AbÂschnitt gern in die Knochen
geht. Wenn das HütÂtenÂtaxi für die Auf- und Abfahrt zur Johannishütte beÂnutzt wird,
ist bei engagiertem Marschtempo mit sechseinhalb bis sieben Stunden reiner Gehzeit zu
rechnen. Die Ausdauer wird aber im Besonderen durch die etlichen Höhenmeter
gefordert. ZeiÂten: JohannisÂhütÂte - Zopetscharte ca. 2½h;
ZopetÂscharÂte - Sajathütte ca. 2½h; Sajathütte - JohanÂnisÂhütÂte ca. 1¾h;
Höhenmeter: Johannishütte - ZopetÂscharÂte ca. 840m Aufstieg;
Zopetscharte - SaÂjatÂhütte: ca. 500m Abstieg, 200 m Aufstieg; SaÂjatÂhütte -
Johannishütte: ca. 180m Aufstieg, 650m AbÂstieg.
Der Weg über die Sajatscharte zur Johannishütte ist nicht ganz ohne!
Direkt nach der Scharte geht es an einem steilen Felsabfall Hunderte von Metern über
dem Dorfertal entlang. Hier sind SchwinÂdelÂfreiheit,
Trittsicherheit und ein gewisses Maß an Beherztheit gefordert!
Erfahrung sind auf dem Steilabstieg von der ZoÂpetscharte ins
obere Timmeltal und vor allem auf der Passage nach der Sajatscharte zur
JohanÂnisÂhütte hin gefordert. Die rote Wertung erhält diese Tour, weil hier
unabdingbar erforderlich ist, dass die eigene Leistungsfähigkeit richtig eingeschätzt
wird. Wer auf der Sajathütte schon deutliche Ermüdungserscheinungen hat, sollte von
der zweiÂten Scharte Abstand nehmen, denn auf wackeÂliÂgen Beinen sollte dieser Weg
nicht gegangen werden. Abkürzungsmöglichkeiten ergeben sich an der EisÂseehütte, am
Ende des Timmeltalhöhenwegs durch Abstieg ins Timmeltal und nach Bichl, aber auch
noch an der Sajathütte, denn es mag durchaus besser sein, gemütlich über den steilen
Katinweg abzusteigen, als sich wackelig an der Sajatscharte zu versuchen.
Der Weg über die Sajatscharte ist auf diesen Seiten aus der Gegenrichtung beschrieben. Der letzte Aufstieg des Tages ist jetzt ein wenig anstrengend und bedarf einer gewissen ÜberÂwindung. Man sollte während einer Rast auf der Sajathütte gut in sich hinein horchen: Für die Querung der Schernersschlucht ist absolute Trittsicherheit erforderlich; wer sich also schon ein bisschen schlaff fühlt, sollte die Tour hier besser abbrechen und versuchen, gemütlich über den Katinweg nach Bichl abzusteigen.