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Bergeralm - Bergersee Hütte

Eine «coole» Liftfahrt!

Leider, leider...

Leider ist inzwischen die Auffahrt mit der Mate­rialseilbahn zur Bergeralm nicht mehr gestattet! Lediglich die Fahrt über die Iselschlucht mit der Kabinenbahn ist noch möglich. Es bleibt einem also nur der etwas mühsame und steile Aufstieg zur Ber­geralm, wenn man diese Variante zur Bergerseehütte gehen möchte.
(Diese Tourenbeschreibung wird demnächst ak­tualisiert!)

Dieser «Geheimtipp» hat sich in den letzten Jahren immer mehr unter den Gästen herum gesprochen: Es gibt eine «coole» Liftfahrt, die viele Höhenmeter spart und die immensen Spaß macht! Und wenn du dann schon oben bist, kannst du ohne große Anstrengung gemütlich bis zur schönen Hütte am Bergersee wandern und es dir dann aussuchen, ob du einfach wieder absteigst oder vielleicht eine der sich anbietenden Varianten unter die Stiefel nimmst.

Wer von Virgen aus kommend nach Prägraten fährt, hat sicher schon die kleine Seilbahnstation vor dem Tunnel gesehen. Diese ist unser erstes Ziel. Am Besten fahren wir morgens mit dem Bus, dann haben wir keine Probleme mit dem Parken und können außerdem später direkt wieder nach Prägraten oder Hinterbichl hinab steigen. Direkt an der Seilbahnstation ist die Bushaltestelle, und die Fahrer wissen inzwischen Bescheid, wenn man als Ziel «Seilbahn am Tunnel» angibt.

Jetzt braucht's erst einmal ein Bisschen Geduld. In der Seilbahnhütte hängt ein Telefon, und wenn man Glück hat, geht am anderen Ende gleich jemand 'ran, aber meistens dauert es doch ein wenig: drüben hat es Bauernhöfe, und die Leute haben Wichtigeres zu tun, als Touristen mit dem Aufzug herauf zu ziehen. Besonders idyllisch ist auch der Umstand, dass die kleine Kabine oft mit Lebensmitteln, Milchkannen und ähnlichem gefüllt ist, so dass du nicht unbedingt auf eine bequeme Überfahrt hoffen kannst.

Irgendwann geht's dann aber in der engen Seilbahn los, und der erste Teil der Fahrt führt recht spektakulär über den Auslauf der Isel­schlucht. Schon ein paar Minuten später steigt man in «Berg» aus, darf einen guten Batzen Euro abdrücken und wird dann in die weiter führende Materialseilbahn geladen. In der recht luftige Kiste zieht man uns nun am steilen Hang bis zur Bergeralm hoch.

Direkt hinter der Bergstation des Materiallifts passieren wir die urigen Hütten der Berger Alm - wer jetzt schon Jause machen will, kann dies hier tun, wer noch einen langen Tag vor sich hat, wird sich eher gleich auf den Weg machen.


Bergeralm
Die Bergeralm

Toureninfo

SymbolWenig anstrengende Tour, die aber schon etwas Ausdauer erfordert. Wenn die Tour gut über den Tag verteilt wird, ist sie eher gemütlich. Tourenzeit insgesamt 6 Stunden. Höhenmeter: ca. 350m Aufstieg (wenn mit dem Lift gefahren wird), Abstieg nach Hinterbichl: 840m.

Harmlos! Keine Angst!Recht unkritisch. Im Abstieg von der Berger­see­hütte mag der Weg entlang der Zopat­nitzen­schlucht manchem etwas luftig erscheinen.

Keine besondere Bergerfahrung notwendig!Der Weg ist gut ausgebaut und nicht zu verfehlen, der Abstieg von der Bergerseehütte kann bei Näs­se etwas unangenehm sein.

Varianten

SymbolAnstrengend aber einfachWenn man die Tour ausdehnen kann, bietet sich der Muhsweg an, ein traumhafter Pano­ra­ma­weg hoch über dem Virgental mit spektakulären Blicken in die Venedigergruppe: mit Abstieg ca. 3½ Stunden von der Bergerseehütte aus:
SymbolMuhsweg-Panoramatour

SymbolAnspruchsvoll!Etwas fetziger geht es zu, wenn man von der Bergerseehütte einen fast vergessenen Steig unter die Stiefel nimmt: der alte Weg über die Galteckscharte braucht (mit Talabstieg) etwa 3½ h von der Bergerseehütte aus und setzt Tritt­si­cherheit und etwas mehr Bergerfahrung voraus:
SymbolGalteckscharte

Dieser führt ohne große Anstrengung leicht an­steigend und in weit ausholendem Bogen um die Nordflanke des Berger Kogels herum. Durch eine heideähnliche Landschaft mit viel Heidelbeeren spazieren wir in einer knappen Dreiviertelstunde bis zum Prägratner Wetterkreuz, einem schönen Aussichtspunkt hoch über dem Virgental.

Sollte das Wetter nicht mitspielen oder solltest du absolut keine Lust mehr zum Weitersteigen haben: vom Wetterkreuz kann man steil und mitunter durch un­weg­sames Gebüsch direkt nach Prägraten absteigen.

Der Weg schwenkt nun nordwärts in den oberen Kessel des Zo­pat­nitzen­tals ein und wird etwas schmaler und steiniger. Leider verliert man jetzt noch ein paar Höhenmeter und muss gegen Ende leicht zum Bergersee und zur Hütte ansteigen (bis hier von der Bergstation ca. 1½ Std.)

Für den Rückweg bietet sich als einfachste Variante der Direktabstieg durch das Zo­pat­nitzental an. In etwa 2 Stunden geht es mitunter recht steil bis zum Freizeitzentrum in Prägraten, wer nach Hinterbichl möchte, kann vorher einen Abzweig im Wald nehmen.

Bist du gut in der Zeit oder hast ganz einfach noch mehr Lust, empfehle ich dir eine Weiterführung der Tour über den Muhs-Panoramaweg oder - etwas fetziger - über die Galteckscharte zur Las­nitzen­hütte hinüber. Beide Varianten erfordern gute Ausdauer, und für die Galteckscharte ist ein bisschen Bergerfahrung nicht schlecht. Die Tou­ren­be­schreibungen erreichst du oben über die Varianten 1 bzw. 2. 

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Info

SymbolBergerseehütte

Hinweis

Der Spaß mit der Liftfahrt ist nicht ganz billig, aber Lift­fahrten haben auch anderswo ihren Preis! Es ist un­ange­bracht, darüber zu schimp­fen, dass es ja nur eine Ma­terialseilbahn ist - der Spaß­faktor ist ja schließlich auch etwas Wert!

 

I ♥ HIBI aktualisiert: 21.12.09