Hinterbichl
Hinterbichl
Berg-
touren
Über den Muhs-Panoramaweg
Eine der «berühmtesten» Touren über dem Virgental.
Wer das gewaltige Panorama der ganzen VenediÂgerÂgruppe hautnah erleben möchte, der muss einfach die Tour über den Muhs-Panoramaweg unter die Stiefel nehÂmen! Die etwa 7 Stunden sind gut investiert, und wer einigermaßen früh losgeht, kann sich unterwegs viel Zeit zum Schauen und Staunen lassen.
Toureninfo
Ganztagestour deren Anstrengungen aber
vom beÂrühmten Muhsweg-Panorama belohnt werden! Zeiten: Prägraten -
Bergerseehütte 2½h; BergerÂseeÂhütte - Lasnitzenhütte 2h; Talabstieg 1½h;
HöÂhenÂmeter: Prägraten - Bergerseehütte ca. 900m Aufstieg;
Bergerseehütte - Lasnitzenhütte ca. 200m Aufstieg, ca. 480m Abstieg.
Keine Angststellen vorhanden.
Keine außergewöhnliche
Anforderung an BergÂerÂfahÂrung; einige Stellen des Muhswegs oberhalb des Lasnitzentals
erfordern ein wenig erhöhte Vorsicht.
In Hinterbichl queren wir hinter dem Campingplatz die Isel und halten uns ein kurzes Stück auf dem Auenweg nach Prägraten. Bald zeigt ein WegÂweiser nach rechts in den Wald hoch zur BerÂgerÂseehütte. Zunächst hat es nur wenige anÂstrenÂgende Passagen, aber nach der Querung des FahrÂwegs zur Lasnitzenhütte geht es dann für etwa eine Dreiviertelstunde recht steil auf einem schmalen und gelegentlich rutschigen Steig nach oben. In etwa 1.700 m Höhe verlassen wir allÂmähÂlich den Wald. In sanften Wellen geht es hoch über der Schlucht des Zopatnitzenbaches bis zu einer Mulde unterhalb des Bergersees. Mühsam steigen wir über eine steile Moränenflanke in tief ausgespülter Spur zur Bergerseehütte hoch, die recht unvermittelt auftaucht.
Der grünlich schimmernde Bergersee liegt in einer MulÂde, die von steilen Berglehnen eingefasst ist. Rechts strebt eine zerklüftete und verwitterte schwarze Wand zum Lasörling hoch. Hinter dem gegenüberliegenden Seeufer steht eine fast glatt aussehende Mauer und links begrenzen etwas sanfter anmutende Berge den Trog des Sees. Dieser hat ein breites Ufer, das saftig bewachsen und mit sanft im Wind wiegenden Büscheln des Wollgrases verziert ist. Kleine Rinnsale streben von den Bergseiten dem See zu und geben seiner UmÂfasÂsung einen leicht moorigen Charakter. (Aus: Aufsteigen - Bergmomente über dem Virgental S. 43)
Wir gönnen uns eine Rast auf der Sonnenterrasse der Hütte, wo die angeblich berühmteste GeÂmüseÂsuppe des Virgentals angeboten wird, bevor wir den Genussteil des Tages unter die Stiefel nehmen.
Direkt neben der Hütte beginnt der Panoramaweg als schmaler Steig, auf dem wir in jetzt nur sanfter Steigung noch etwa 200 Höhenmeter aufsteigen müssen. Der Weg quert ein paar Mulden und umrundet ein paar Felsnasen und hebt ganz allmählich das gewaltige Panorama vor uns in die Höhe. Wir passieren einen - von manchen EinÂheimiÂschen die «Blitzhütte» genannten - UnÂterÂstand und erreichen nach einer halben Stunde die Zopatnitzen-Alpe, den höchsten Punkt unserer Tour (2.375 m).
Die ausgedehnte Wiesenfläche bietet den vielen Wanderern, die den beeindruckenden PanoraÂmaÂblick genießen, viel Platz zum Schauen und RasÂten. Zum Tal hin bricht die Alm jedoch in steilen Felsabstürzen ab - man sollte sich also nicht zu weit vor wagen!
Die ganze weiß glänzende Venedigergruppe überÂspannt das Gesichtsfeld! Wer ihre Standorte kennt, erblickt mit bloßen Auge die Essener-RosÂtocker Hütte im Maurertal oder die hoch auf einer schmalen Felszunge errichtete Bonn-Matreier HütÂte. Direkt gegenüber das schroffe und markante Sajatkar mit der neuen Sajathütte und den steil zur Kreuzspitze und den Sajatköpfen aufÂstreÂbenden Felswänden. Der Großvenediger versteckt sich ein wenig hinter der Roten Säule - wir schlendern ein Stück in Richtung Lasnitzental und erblicken dann ein Stück dieses markanten Gipfels.
Bei schönem Wetter kann man es lange an diesem Plätzchen aushalten, und das Aufbrechen fällt schwer - nur ungern verlassen wir diesen AusÂsichtspunkt.
Der Steig führt nun sanft abfallend ins LasÂnitzental hinein. Rechts geht es mitunter recht haltlos in die Tiefe, und speziell, wenn wir mit Kindern unterwegs sind, werden wir hier etwas erhöhte Vorsicht an den Tag legen. Der Weg schwingt sich durch mehrere Mulden und Gräben und erreicht bald den oberen Talboden, der mit großen Felsbrocken übersät ist.
Jetzt wechselt die Richtung. Fast geradlinig geht es in leichtem Gefälle über holprigen Untergrund in Richtung Talausgang. Und wieder werden wir beÂlohnt! Einer der prächtigsten Blicke auf den frei vor uns stehenden Großvenediger begleitet uns für ein weites Stück unseres Abstiegs.
Etwa 1 Stunde nach unserem Aufbruch von der Zopatnitzen-Alpe erreichen wir die Lasnitzenhütte, wo wir noch einmal Gelegenheit zu einer Jause haben. Von dort aus können wir in weniger als 1½h gemütlich über den Fahrweg nach Prägraten oder - auf halber Strecke steil abkürzend - etwas mühsamer nach Hinterbichl absteigen.
Varianten
![]()
Statt über den Muhsweg hinüber ins LasÂnitÂzenalmtal zu gehen, können
Trittsichere eine etwas abenteuerliche Variante über die fast vergessene Galteckscharte
wählen:
Zur Tourenbeschreibung...
![]()
Steigerung der Variante 1: Von der GalÂteckÂscharte aus kann der Kamm der
Muhsköpfe überÂschritten werden. Diese Tour ist noch etwas abenteuerlicher und stellt
erhöhte Anforderung an die
Trittsicherheit.
Zur Tourenbeschreibung...
![]()
Die Tour kann natürlich auch in GegenÂrichÂtung unternommen werden. In diesem
Fall von Prägraten über den Fahrweg bzw. von Hinterbichl über den steilen Waldpfad zur
Lasnitzenhütte. Von dort aus über den Muhsweg zur Bergerseehütte. Die Gehzeit ist
insgesamt ungefähr diesselbe.
Herzhafte Touren
Weitere Infos
Gipfel
Bergerkogel
2.656 m - leicht zu ersteiÂgender Aussichtsgipfel: etÂwa 1¼h - 1½h für den AnÂstieg
von der BergerseeÂhütÂte.
Tourenbeschreibung...
Muhsköpfe: siehe links unten, Variante 2
I ♥ HIBI aktualisiert: 15.10.09