Hinterbichl
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Herzhafte Touren
Leichte Kletterstelle vor dem Umbalkees
I ♥ HIBI aktualisiert: 02.04.09
Zum Umbalkees
Von der Clarahütte bis zum Gletscher
Wer gut drauf ist und auf der Clarahütte nicht schlapp gemacht hat, sollte unbedingt diesen empfehlenswerten Abstecher an das Umbalkees (Kees=Gletscher) machen, dem die Isel entspringt und der sich in den letzten Jahrzehnten deutlich zurückgezogen hat.
Nach der Hütte geht es zunächst auf gut gespurtem Trampelpfad mit etlichen Steinmännern durch große und kleine Felsbrocken, welche die Gletscherarbeit der Jahrtausende zurückgelassen hat.
Nach einer knappen halben Stunde quert man auf einem Steg die je nach Wetterlage mehr oder minder tosende, noch junge Isel und gewinnt den oberen, sehr feuchten Talboden, auf dem man mit gebührender Sorgfalt relativ zügig voranschreiten kann. Der Weg erschließt sich allerdings nicht leicht: die roten Wegmarkierungen sind nicht immer auf den ersten Blick zu sehen.
Der «Augenblick der Wahrheit» kommt an der früheren Gletscherabbruchstelle, einem riesigen, sehr glatt geschliffenen Felsmassiv. Zunächst finden wir noch noch Gehgelände vor und steigen in wenigen Serpentinen deutlich steiler werdend nach oben. Gegen Ende heißt es dann die Hände zu Hilfe zu nehmen: in einem gut griffigen Riss sind etwa sechs Meter «vierfüßig» zu überwinden. Aber keine Angst: die Absturzgefahr hält sich in Grenzen, mit entsprechender Bergerfahrung ist diese Stelle auch aufrecht zu überwinden. Die vielen glatten Felsbuckel, über die der Steig gerade hinweg führt, müssen vorsichtig begangen werden, bei Nässe oder herumliegendem Sand bzw. kleinen Steinchen, kann es hier sehr rutschig und durchaus gefährlich werden!
Nach der kurzen «Kletterei» öffnet sich bald der Blick in den Trog mit dem meist sehr unscheinbaren und morastigen Gletschersee.
Toureninfo
Von der Clarahütte sind es zwar nur gute 75 Minuten
bis zum Blick auf das Umbalkees (Gletscher), wenn man aber aus dem Tal aufsteigt, ergänzt diese Tour den Hüttenanstieg zu einem halbwegs
anstrengenden Tagesmarsch. Bis ganz an den Gletscherrand kann es noch weitere 45 Minuten dauern! Höhenmeter: von der
Clarahütte aus ca. 400 m. Gesamtzeiten und Höhenmeter: Siehe Tour Clarahütte!
Eine nicht zu unterschätzende Passage über recht
glatten Felsen mit einer technisch harmlosen Kletterstelle könnte Bauchgrimmen hervorrufen! Speziell im Abstieg sind die glatten Felsen nicht ganz
ungefährlich!
Der Weg hinter der Clarahütte zum Gletscher wird
zunehmend wegloser. Erfahrung heißt hier, wirklich trittsicher
gehen zu können, auch wenn das Gelände eher flach ist. Die vielen
umherliegenden Steine und ausgewaschene Passagen provozieren Stolperer und Verstauchungen. Die Felsbarriere mit den vielen glatten Felsbuckeln ist
speziell bei Feuchtigkeit mit großer Vorsicht zu besteigen! Wer ganz bis an den Gletscher will, muss sich auf äußerst mühsames und
unwegsames Gelände einstellen!
Zum Gletschertor scheint es nur einen Katzensprung weit zu sein, aber man kann jetzt noch einmal gut eine Dreiviertelstunde unterwegs sein, die Entfernung täuscht! Links haben gewaltige Felsstürze ein unüberwindbar scheinendes Wirrwarr hinterlassen, und mühsam muss man sich den Weg suchen, stets darauf achtend, nicht irgendwo zwischen die Felsbrocken zu geraten.
Es geht auf gleichem Weg zurück. Sämtliche anderen Steige sind ernste, hochalpine Touren, die dem Bergwanderer verwehrt sind.
Beim Abstieg über die glatten Felsen muss besonders aufgepasst werden: Rutschgefahr!