Hinterbichl
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Berg-
touren
Tiroler Markierung
Das Land Tirol hat eine einheitliche Beschilderung und Klassifizierung der Wander- und Bergwege eingeführt. Bodenmarkierungen sind grundsätzlich rot-weiß-rot, auf gelben Wegtafeln werden die Wege ausgewiesen. Grundsätzlich wird zwischen Wanderwegen und Bergwegen unterschieden. Wanderwege setzen weder Bergerfahrung noch eine bestimmte Ausrüstung voraus. Bergwege verlaufen in der Regel oberhalb der Waldgrenze und verlangen von den Wanderern alpine Grundkenntnisse. Diese Wege werden nach dem Grad der Schwierigkeit in rot und schwarz gekennzeichnete Wege unterteilt. Ausreichende Fitness und eine Mindestbergausrüstung sind Vorbedingung für die roten Wege, eine Person in der Gruppe braucht ausreichende alpine Erfahrung. Bei schwarzen Bergwegen kommt die Notwendigkeit von Trittsicherheit und Schwindelfreiheit aller teilnehmenden Personen hinzu.
Eine Broschüre zur Wegklassifizierung (PDF) kann hier über tirol.at bezogen werden.
I ♥ HIBI aktualisiert: 17.03.09
Bewertungsschema
Es ist schwierig, Bergtouren objektiv zu bewerten. Viele Wanderbücher beschränken sich auf «leicht», «mittel» und «schwierig». Man muss dann aus dem Text selbst entnehmen, ob einem eine Tour zusagt oder nicht.
Gerade beim Bergwandern oder leichten Bergsteigen spielen individuelle, subjektive Faktoren eine starke Rolle. Ich versuche, auf diese Faktoren ein bisschen einzugehen und klassifiziere die von mir selbst begangenen Routen aus eigenem Empfinden und vor allen Dingen auch aus Gesprächen in denen ich meine Touren anderen Bergfreunden erklärt habe. So werde ich oft gefragt, ob man für eine Tour eine sehr gute Kondition braucht und ob es auf der Tour «haarige» Stellen gibt. Die Antworten darauf versuche ich in den beiden Kategorien Ausdauer und Mut zusammen zu fassen. Statt Mut könnte man auch Risiko oder Angstfaktor sagen, ich denke, ihr wisst, was ich meine. Die Kategorie Erfahrung begreift sich als ein wenig objektiver, hier spielen Wegverhältnisse und ähnliches eine Rolle, aber auch eigenes Erleben und Empfinden aus über zwanzig Jahren Bergwandern und Bergsteigen.
Alle Touren auf diesen Seiten sind in den 3 Kategorien in jeweils 3 Stufen klassifiziert. Durch grüne, gelbe und rote Symbolik ist der Charakter jeder Tour sozusagen auf einen Blick erfassbar.
Bergsteigen und Bergwandern bedürfen immer einer gewissen Grundkondition und Ausdauer, die auch bei den leichtesten Touren vorausgesetzt werden muss! Das Bergauf- und Bergabgehen sollte keine Mühsal sein, und einen Rucksack in angemessener Größe sollte man auch ohne Murren tragen können!
Solche Touren erfordern die Grundkondition. Die Touren dauern nur in Einzelfällen mehr als 4
Stunden und überwinden in der Regel auch nicht so schrecklich viele Höhenmeter. Man kann solche Touren weiter entschärfen, indem man sich
einfach länger Zeit lässt.
Hier muss man damit rechnen, einen ganzen Tag bergauf und bergab unterwegs zu
sein. Eine erhöhte Anforderung an Kondition und Ausdauer ergeben sich aus den längeren Strecken, mehr Höhenmetern und der Notwendigkeit,
einen etwas schwereren Rucksack (Getränk!) mitnehmen zu müssen.
Solche Touren sind auf alle Fälle stramme Touren, die für manche schon
die Grenze einer normalen Tagestour überschreiten! Bei widrigen Wetterverhältnissen oder Konditionseinbrüchen kann man dabei in Schwierigkeiten
geraten, falls keine Abkürzungs- oder Abbruchmöglichkeit besteht.
Die Kategorie Mut zielt bewusst auf das subjektive Empfinden und soll beschreiben, ob es auf solchen Touren Stellen mit einem erhöhten «Angstfaktor» oder einem subjektiv empfundenen Risiko gibt. Klassische Angstmacher sind Steilhänge mit schmalem Steig, ausgesetzte und seilversicherte Stellen, Schneefelder u. ä.
Bei diesen Touren behaupte ich guten Gewissens, dass niemand, der schon einmal
in den Bergen war, problematische Stellen finden wird.
Auf dieser Tour gibt es eine oder mehrere Stellen, die schwierig zu
überwinden sein könnten. Etwa eine felsige Stelle mit Seilsicherung, ein steiler Felsabsturz, ein schräges Schneefeld oder eine harmlose
Kletterstelle. Auf alle Fälle verweist das gelbe Mutsymbol auf Stellen, die manch einen zum Umkehren nötigen könnten.
Hier gibt es problematische Stellen mit offensichtlicher Absturz- und damit
Lebensgefahr. Zur notwendigen Beherztheit gehört hier unbedingt Sicherheit. Ein rotes
sollte jeden ohne Bergerfahrung stoppen, deswegen gibt es auf meinen Seiten auch nie ein
ohne ein
! Bei einer
solchen Tour bedeutet rechtzeitiges Umkehren keine Schande! Überschätzung und Leichtsinn sind leider sehr große Unfallursachen in
den Bergen!!!
Oft liest man in den Bergen Hinweisschilder «Nur für Geübte». Auch diese Einschätzung unterliegt nur subjektiven Faktoren. Erfahrung hat etwas damit zu tun, wie jemand einen Weg einschätzen kann, sich auf unvorhergesehene Ereignisse (Weg schlechter als beschrieben, Wettersturz u. ä.) einstellen kann, aber auch damit, wie sehr man mit dem Gehen in unwegsamem Gelände (Geröllfelder, holprige Felssteige...) vertraut ist.
Einfache Tour! Ein leichte Wanderung über gut ausgebaute und ausgewiesene
Wege. Besondere alpine Erfahrungen sind nicht erforderlich, jedoch gilt hier natürlich der generelle Grundsatz, dass in den Bergen
alle Wege mit Umsicht und Aufmerksamkeit zu gehen sind. Ich selbst bin auch schon mal auf breitem Weg über eine Baumwurzel
gestolpert...
Nichts für Anfänger! Voraussetzung ist auf alle Fälle
Trittsicherheit, d.h. die Fähigkeit, in unwegsamem und abschüssigem Gelände jeden Schritt sicher und im Gleichgewicht auch auf kleine Unterlagen zu setzen.
Eventuell gibt es hier auch schon Stellen, die
Orientierungsfähigkeit fordern, weil Wegweiser über den Winter abhanden gekommen oder Markierungen schlecht lesbar sind. Außerdem sollte
man auch ein Gefühl für das Wettergeschehen haben - wer zittert schon gern in einem Gewitter...
Nur für Geübte! Unwegsames Gelände, steile Abstürze,
fehlende Markierungen oder Wegweiser erfordern höchste Aufmerksamkeit und Orientierungsfähigkeit. Eine so markierte Tour bedarf über lange
Strecken äußerster Konzentration und ist das extreme Gegenteil eines Spazierganges!